Vortrag bei REFA Amberg: The Innovator’s Dilemma – Warum große Unternehmen an radikalen Innovationen scheitern (und wie wir es verhindern können)

Am 26. März 2026 lud die REFA Gliederung Amberg nach ihrer ordentlichen Mitgliederversammlung zu einem inspirierenden Impulsvortrag in die Siemens AG Amberg ein. Unter dem Titel „The Innovators Dilemma: Denkanstöße, um nicht an radikalen Innovationen zu scheitern“ zeigte Marcus Fehling (Siemens AG — SI GSW, München) eindrucksvoll auf, warum etablierte Unternehmen immer wieder denselben Fehler machen: Sie optimieren ihre bestehenden Produkte – und übersehen dabei den nächsten Markt.
Warum scheitern große Unternehmen an radikalen Innovationen?
Fehling machte deutlich, dass Unternehmen nicht an mangelnder Innovationskraft scheitern. Im Gegenteil – häufig innovieren sie sogar zu viel, aber in die falsche Richtung.
Das eigentliche Risiko:
Unternehmen verbessern ihre Produkte entlang der Erwartungen ihrer bestehenden Kunden – und optimieren damit genau am nächsten Zukunftsmarkt vorbei.
Beispiele wie Siemens COM, Nokia oder Teile der deutschen Automobilindustrie wurden zum Lehrstück dafür, wie schnell Technologien, Kundenerwartungen und ganze Branchen kippen können, wenn disruptive Veränderungen unterschätzt werden.
Disruption beginnt selten im Premiumsegment
Ein zentrales Learning aus dem Vortrag:
Disruptive Innovationen entstehen niemals dort, wo etablierte Anbieter traditionell stark sind. Sie starten einfach, günstig und zugänglich – und sprechen damit zunächst Kunden an, die bisher „überversorgt“ waren.
Wenn bestehende Produkte mehr können, als ein Großteil der Kunden tatsächlich benötigt, entsteht Raum für neue Wettbewerber, die mit „good enough“-Lösungen den Markt neu definieren.
Kunden kaufen keine Produkte – sie kaufen Fortschritt
Fehling betonte den Perspektivwechsel von der Feature-Denke zur Problemlösung.
Menschen heuern Produkte an, um einen bestimmten Job erledigt zu bekommen – funktional, sozial oder emotional.
Entscheidend sei daher nicht, wie viel ein Produkt bietet, sondern wie schnell der Kunde echten Nutzen realisiert.
Software, Daten und KI verändern die Spielregeln
Während früher Hardware der zentrale Werttreiber war, verschiebt sich dieser heute immer stärker in Richtung Software, Datenmodelle und KI. Neue Wettbewerber greifen nicht über bessere Maschinen an, sondern über schnellere Updates, smartere Entscheidungen und digitale Nutzererlebnisse.
Kannibalisierung als Schlüssel zur Zukunft
Ein überraschend klarer Appell des Vortrags:
Unternehmen müssen lernen, sich selbst zu kannibalisieren, bevor andere es tun.
Das bedeutet:
• bewusst „good enough“-Angebote schaffen
• neue KPIs wie Nutzung, Adoption und Time-to-Value etablieren
• organisatorisch klar zwischen Optimierung (Core) und Zukunftslogik trennen
• Mut belohnen, auch wenn neue Märkte anfangs klein oder margenschwach erscheinen
40 Teilnehmende – viele neue Denkanstöße
Die rund 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erlebten einen Impulsvortrag, der nicht nur aufrüttelte, sondern konkrete Werkzeuge bot, um die eigene Organisation radikal neu zu denken.
Das zentrale Fazit:
Disruption trifft nicht die Schwachen – sie trifft die Selbstzufriedenen.
Nur wer sich selbst erneuern kann, bleibt relevant.

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