REFA- Grundausbildung 2.0 an der THD

15 Hochschulabsolventen aus wirtschaftlichen und technischen Studiengängen der Technischen Hochschule in Deggendorf investierten ihre Semesterferien und starteten am 15.02.2017 die REFA-Grundausbildung 2.0.

In einem 3-teiligen Seminar mit insgesamt 20 Modulen erlernten die Teilnehmer die Analyse und Gestaltung von Prozessen und das Ermitteln und Anwenden von Prozessdaten.

Im ersten Teil wurden Themen wie die soziale Kompetenz des Arbeitsorganisators, das Arbeitssystem aber auch Ablaufstrukturen und Prozessdarstellungen unterrichtet. 

„Wertschöpfung versus Verschwendung“ >>die signifikanten Einflussgrößen für den betriebswirtschaftlichen Erfolg<<  wurden besonders intensiv verdeutlicht.

Im zweiten Teil folgte die Königsdisziplin der REFA-Methodenlehre. Es wurden Zeitstudien inklusive Leistungsgradbeurteilung behandelt. Anhand umfangreicher und praxisrelevanter Übungsaufgaben wurden Arbeitsdaten ermittelt und ausgewertet. 

Die Multimomentaufnahme wurde mittels praktischer Beispiele geübt und statistisch ausgewertet. 

Betriebswirtschaftliche Fachkenntnisse, wie die Kostenkalkulation und die Entgeltgestaltung rundeten diesen Teil der Ausbildung ab.

Im dritten Teil, der Praxiswoche, konnten die künftigen REFA-Arbeitsorganisatoren die erlernten Methodenkompetenzen nun in praktischen Projekten umsetzen.

Am Beispiel einer LKW-Montage mit verschiedenen Varianten galt es den Prozess nach dem REFA-Grundsatz:  „Wirtschaftlichkeit und humane Arbeitswelt“  zu gestalten. 

Drei Projektgruppen mit jeweils fünf Teammitglieder analysierten die Ist-Situation der Montage mittels Multimomentaufnahmen, führten Zeitstudien durch und optimierten das Arbeitssystem.  Dabei kamen die Gruppen auf zahlreiche Lösungsansätze, wie z. B. Artenteilung, Mengenteilung, Kanban, Fließfertigung, One-Piece-Flow, usw.

Die Teilnehmer waren in dieser Praxiswoche so sehr begeistert, dass sie bis in die Abendstunden Arbeitsdaten auswerteten, Prozesse optimierten, Montagevorrichtungen entwickelten und Sonderwerkzeuge anfertigten.

Diese anspruchsvolle Teamarbeit war eine willkommene Alternative zu den gewohnten Vorlesungen einer Hochschule und kam den Anforderungen im zukünftigen Berufsalltag sehr nahe.

Zum Abschluss des Projektes präsentierten die drei Teams im Plenum und vor den kritischen REFA-Lehrern ihre Ergebnisse mittels PowerPoint, Modellen, Bildern und Videos. 

Ein finales Feedbackgespräch empfanden sowohl die Teilnehmer als auch die Lehrkräfte als eine gelungenen Abschluss und eine gute Basis für eine sachlich-konstruktive  Kommunikation. 

Die didaktisch gut strukturierte REFA-Lehrunterlage unterstütze zusätzlich den Lernerfolg und ist ein umfangreiches Nachschlagewerk für den späteren Berufsalltag.

Die REFA-Lehrer aus den Gliederungen Regensburg und Passau konnten mit lebendigen Vorträgen und Lehrgesprächen „aus der Praxis für die Praxis“ begeistern. 

Die Seminarteilnehmer freuen sich schon sehr, die erworbenen Kompetenzen mit Erfolg im Berufsalltag einzusetzen. 

Achim Wicklein – REFA-Arbeitsorganisator

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