REFA-Grundausbildung 2.0: Neuer Zertifizierungskurs erstmalig durchgeführt an der OTH Amberg-Weiden

Als gemeinnütziger Verband für Arbeitsgestaltung, Betriebsorganisation und Unternehmensentwicklung ist REFA seit vielen Jahren fester Bestandteil in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Insbesondere der REFA-Grundschein ist in Unternehmen als Grundlage z.B. für das Aufgabengebiet Fertigungs-/Montageplanung sowie Digitalisierung Industrie 4.0 sehr gefragt. In Zusammenarbeit mit der Gliederung Amberg des REFA Bayern e.V. konnte im September 2017 erstmalig ein 2-wöchiger Ergänzungskurs für Studierende der OTH Amberg-Weiden angeboten werden. Fokus des Kurses aus dem Fachgebiet Industrial Engineering war die Analyse und Gestaltung von Prozessen sowie die Ermittlung und Anwendung von Prozessdaten. Die Kompetenzvermittlung gliedert sich auf in praxisbezogene Wissensvermittlung sowie das Generieren von Handlungskompetenz durch eine Projektarbeit in der anschließenden Praxiswoche.  

Der Kurs wurde in enger Abstimmung zwischen Manfred Ederer (Stellv. Vorsitzender REFA Gliederung Amberg), Volker Simon (REFA, Lehrgangsleiter) und Prof. Dr.-Ing. Günter Kummetsteiner (OTH Amberg-Weiden) speziell auf Teilnehmer(innen) des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen zugeschnitten. Vorkenntnisse u.a. aus den Vorlesungen Arbeitswissenschaft und Betriebsorganisation werden als Zugangsvoraussetzungen genutzt, um einen zeitlich und finanziell auch für Studierende passenden Rahmen zu ermöglichen.

In der ersten Kurswoche wurden den Teilnehmer(inne)n zunächst fachliche Grundlagen und Methodenkompetenzen vermittelt. Schwerpunkte bildeten Zeitstudien (inkl. Leistungsgradbeurteilung), Multimomentaufnahmen und die Arbeitssystemgestaltung. Als Dozenten fungierten Fachleute aus verschiedenen Unternehmen mit langjähriger betrieblicher Erfahrung – getreu dem REFA-Motto „Aus der Praxis für die Praxis.“. 

In der zweiten Woche wurde das Erlernte in Teams an einem konkreten Beispiel in Form einer Projektarbeit angewendet. Aufgabenstellung war die umfassende Planung und Optimierung eines Montagesystems inkl. Zeitermittlung, Austaktung der Arbeitsinhalte, Kostenermittlung und Arbeitsplatzgestaltung. Mit hoher Motivation und großer Leistungsbereitschaft stellten sich die Studierenden dieser Herausforderung. Die Vorgehensweise und das Ergebnis wurden dann von jedem Team in einer Abschlusspräsentation vorgestellt. Neben den schriftlichen Prüfungen war auch diese Ausarbeitung und Präsentation Voraussetzung für den Erhalt des Zertifikats.     

Insbesondere durch die Durchgängigkeit der Aufgabenstellung in der Praxiswoche konnten die Studierenden die Bandbreite der Aufgaben im Industrial Engineering und dabei die Zusammenhänge der verschiedenen Methoden erkennen. Somit war mit diesem Kurs ein hoher Nutzwert für die spätere betriebliche Praxis verbunden. Erst müssen Prozesse optimiert werden, damit diese später effektiv und effizient digitalisiert werden können.

Am Ende von zwei intensiven aber auch sehr interessanten und lehrreichen Wochen durften sich dann 21 Teilnehmer(innen) über die renommierte Urkunde „REFA-Grundschein Arbeitsorganisation“ freuen.

https://www.oth-aw.de/informieren-und-entdecken/aktuelles/neuigkeiten/news/201710304114-refa-grundausbildung-20-neuer-zertifizierungskurs-erstmalig-durchgefuehrt/

dav

Unverbindlich kontaktieren oder Informationsmaterial anfordern

    Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und stimme zu, dass meine Angaben zur Kontaktaufnahme gespeichert werden.
    Diese Website ist durch reCAPTCHA geschützt und es gelten die
    Datenschutzbestimmungen und Nutzungsbedingungen von Google.

    Servicetelefon:

    0911 99 55 73

    Mo.-Do. 7.30 - 16.45 Uhr
    Fr. 9.00 - 13.00 Uhr

    Aus unserem Blog

    Anrufen

    E-Mail